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Heilige Räume

Schon von Weitem sehe ich sie auf dem Hügel über dem kleinen Dorf Ronchamps leuchten: „Notre Dame du Haut“.

Sie, unsere Frau aus der Höhe, ist eine Kirche aus weißem rauem Beton. Wie eine Taube ruht sie auf dem Hügel. Ein Schwung beseelt sie.

 

Beim Betreten der Kirche erschließt sich ein Raum des Gebetes mit Nischen, Glasfenstern und Inschriften wie „pleine de la Grace“ oder „la mer“.  Sie greifen Worte und Bilder auf, die Maria umschreiben, der diese Kirche gewidmet ist. Die Abendsonne lässt eine rote Fläche aufleuchten, die eines der Fenster auf die Wand projiziert. Ich möchte hier verweilen. Mein Herz ist wie aufgeschlossen durch die Schönheit. Sehnsucht nach Stille und Frieden brennen in mir.

Ich staune, was ein Ort vermag, der etwas Heiliges verkörpert. Ein Lauschender, Le Corbusier, hat hier gebaut.

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