in Zeiten von Corona

 

Die wir vermissen, herbei lieben

in einer Umarmung des Herzens

wie der Enkel, der spielt:

„Ich schlafe bei Oma und Opa“.

 

Auch jene, die uns entbehren,

die Kranken und Alten im Heim

in Briefen umarmen. Und Wortbrücken

bauen über den Abstand, der schmerzt.

 

Von den Toten lernen,

die uns nahe sind

und doch nicht

da wie Gott.

 

Engelsgeduld üben

und das Lächeln tanzen

lassen von Auge zu Auge

auch weiter hin.

 

 

©Lisa F. Oesterheld